Empathische Validation (Bereitschaft und Fähigkeit, Menschen mit Demenz zu verstehen)

Seminarinhalt:
- unser Gehirn
- verschiedene Validationstheorien
- Biografiearbeit
- Praxisarbeit mit empathischer Validation

Anmeldung und Überweisung der Teilnahmegebühr spätestens 4 Wochen vor Seminarbeginn

Kosten: 105 € incl. Zertifikat (mit kleinem Imbiss und Getränken)

Dieses Seminar richtet sich an:

  • alle professionell Pflegende (Altenpfleger/innen, Kranken- und Gesundheitspfleger, Pflegehelfer, Präsenzkräfte usw. in stationären und ambulanten Einrichtungen) und ehrenamtliche Helfer.
  • Übungsleiter in Sportvereinen

Die empathische Validation ist eine wertvolle Hilfe für alle Personen, die Kontakt zu Menschen mit Demenz haben oder bekommen können. Ein besonderes Hervorheben von Wertschätzung gegenüber Menschen mit Demenz wird nicht gefordert, da er den Grundsatz vertritt, allen Menschen sollte man mit Wertschätzung begegnen.

Der Grundsatz der empathischen Validation beruht darauf, mit Hilfe der eigenen sozialen Kompetenz und unter Einsatz von viel Empathie, sowie der Anpassung von Zeitgeschichte an die Biographie, Kontakt zu Menschen mit Demenz aufzubauen, zu erhalten und Konflikte zu vermeiden.

Die Konfliktvermeidung wird in erster Linie erreicht durch Verständnis für die Defizite und durch die Akzeptanz der eingeschränkten Möglichkeiten aufgrund der Veränderung der Hirnleistung.
Aufgrund der Verminderung  bei Menschen mit Demenz entwickeln sich (besonders ausgeprägt zu beobachten in der Anfangsphase der Demenz) bei den Betroffenen durch Erkennen der eigenen Defizite, Scham und Ängste.

Dieses Erkennen führt dann meistens zu mehr oder minder starken Aggressionen, oder auch zur Apathie. Bei fehlerhaftem Umgang mit diesen Zuständen, wird eine weitere Verstärkung herbei geführt. Nur bei entsprechender Kommunikation ist es ohne Medikamentengabe möglich, Scham und Ängste zu reduzieren und somit die Folgereaktionen zu vermeiden. Dies führt für Menschen mit Demenz zu einem gesteigertem Selbstwertgefühl und damit zu mehr Lebensqualität.

Ziel der empathischen Validation ist, durch entsprechendes eigenes Verhalten einen Zugang zum Menschen mit Demenz zu öffnen, mit Empathie positiven Kontakt herzustellen und dadurch eine noch mögliche verbale oder auch nonverbale Kommunikation zu ermöglichen.

Die empathische Validation steht dafür, dass jeder der sich im Kontakt zu Menschen mit Demenz befindet (bzw. in Kontakt kommen könnte), das komplexe Bild  der Demenz und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten und Reaktionen versteht und akzeptiert. Nur dann ist es möglich, sich im Umgang mit Menschen mit Demenz entsprechend positiv zu verhalten und die mögliche Kommunikation zu nutzen.